Sektgenuss

1.) Einkauf und Lagerung 

Sekt verlässt die Kellerei bei optimaler Reife, daher ist eine weitere Lagerung grundsätzlich nicht erforderlich. Wird jedoch eine größere Menge auf Vorrat gekauft, ist Sekt kühl und dunkel zu lagern. Er kann aufgrund der neuen Korktechnologie (mehrteilige Naturkorken) auch stehend aufbewahrt werden. Für die Kühlung reicht die normale Kühlschranktemperatur, wobei der Sekt darin zwölf Stunden belassen werden sollte, um auf die ideale Trinktemperatur zu kommen.

2.) Öffnen der Flasche

Beim Öffnen der Flasche wird als erstes die Folie entfernt, welche den Verschluss bedeckt. Anschließend gilt es den Korken zu sichern, indem man ihn mit dem Daumen niederhält. Erst dann wird das Drahtkörbchen aufgedreht, aber nicht entfernt. Am besten legt man eine Stoffserviette darüber, entfernt den Sicherungsdaumen, hält den Kork und das Drahtkörbchen fest und dreht die Flasche, während der Kork mit dem Drahtkörbchen sanft herausgezogen wird. In der letzten Phase des Öffnens lässt man die Kohlensäure durch leichten Gegendruck auf den Kork nur mit einem leichten Zischen entweichen – dadurch verhindert man ein plötzliches Entbinden der Kohlensäure und somit ein Überschäumen der Flasche. Gleichzeitig wird so auch vermieden, dass ein Kork unkontrolliert aus der Flasche schießt.

Das perfekte Öffnen der Flasche sollte entgegen dem weit verbreiteten „Korkenknallen“ beinahe lautlos sein. Schließlich erfolgt durch Riechen am Korken noch eine Qualitätskontrolle vor dem Probeschluck.

3.) Das richtige Glas

Das ideale Sektglas ist farblos, in Glasqualität und Form dem edlen Charakter des Sekts entsprechend. Zugleich sollte es aber auch funktionsgerecht sein – die Entwicklung des Mousseux, des Perlens und Schäumens fördern und das Bukett zur Geltung bringen.

Dafür ist auch wichtig, dass die Sektgläser richtig gefüllt werden, nämlich nur bis zu etwa 2/3. So kann sich der Duft voll entfalten. Am besten eignen sich tulpen- und apfelförmige Gläser. Hier haben die Perlen genug Raum um aufzusteigen und der Duft kann wesentlich vielschichtiger wahrgenommen werden als aus einer schmalen Flöte. Aufgrund der besseren Aromenentfaltung bevorzugen immer mehr Sektliebhaber edle Weißweingläser, wenngleich die Perlage darin optisch weniger deutlich zum Ausdruck kommt. Eine Schale sollte übrigens nicht verwendet werden. Sie kann wegen ihrer weiten Öffnung das Mousseux nicht halten und ist zu flach, um das Spiel der Perlen zu zeigen.

Tipp: Beim Kauf eines Sektglases darauf achten, ob dieses einen Moussierpunkt hat – eine kleine aufgeraute Stelle am Boden der Glastulpe. Diese führt zu einem punktuellen und leichteren Aufsteigen der Kohlensäurebläschen.

4.) Trinktemperatur

Die ideale Trinktemperatur von weißem Sekt liegt bei 5-7°C, von Rosé bei 6-8°C und von rotem Sekt bei 7-9°C. Die Serviertemperatur sollte etwas niedriger sein. Wird Sekt allerdings zu stark gekühlt, kann sich sein Bukett nicht richtig entfalten. Außerdem ist es nicht  empfehlenswert die Gläser im Kühlschrank vorzukühlen, da dies die Entfaltung des Mousseux beeinträchtigt.

5.) Welcher Sekt zu welcher Speise?

Die Kompetenz von Sekt als Speisenbegleiter lässt sich je nach Rebsorten, Art der Herstellung und Dosage (Süßegrad) zuordnen. Weißer Sekt und Rosé mit geringer oder gar keiner Dosage (Brut Nature/Zero Dosage) eignen sich wunderbar als Aperitif oder zwischendurch als Frischekick. Außerdem passt diese Kategorie perfekt zu Meeresfrüchten, Frischkäse, Salaten und generell zu leichten Vorspeisen. Sehr universell einsetzbar sind die Kategorien Brut und Extra Trocken. Hier reicht die Bandbreite von Vorspeisen, Fingerfood, Gemüsegerichten und Fisch bis hin zu hellem Fleisch. Zu Braten mit dunklem Fleisch erweist sich Sekt aus roten Trauben als gelungene Alternative. Und schließlich wird Sekt auch in den Bereichen trocken, halbtrocken und süß (mild) gefüllt und ist so der ideale Partner zu Süßspeisen, aber auch zu Gänseleber oder Käse. Sekt ist in seiner Vielfalt also bestens geeignet, eine Speisenfolge in all ihren Facetten zu komplettieren.

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